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Alkohol & Co.

Rauchen & (Un-)Fruchtbarkeit

Gefährliche Mischung: Kinderwunsch & Rauchen

Gewöhnen Sie sich das Rauchen ab!
Falls Sie selbst oder Ihr Partner Raucher sind: Hören Sie zu rauchen auf!

Ein Bericht der British Medical Association (BMA) aus dem Jahr 2004 fasste zusammen, dass Nikotin sowohl das weibliche wie auch das männliche Fortpflanzungssystem massiv beeinträchtigen kann.

 

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Nichtraucherinnen haben bessere Chancen!

Nicht nur, dass Sie durch das Rauchen Ihrer eigenen Gesundheit starken Schaden zufügen - Zahlreiche Studien belegen, dass Frauen, die nicht rauchen, eine doppelt so hohe Chance auf eine Schwangerschaft haben wie Raucherinnen. Aktuell ist noch nicht vollkommen geklärt, aufweiche Weise Nikotin die Fruchtbarkeit mindert, aber es könnte sich negativ auf die Qualität der Eizellen auswirken, indem es sie vorzeitig altern lässt.

Rauchen beeinflusst darüber hinaus den Hormonhaushalt indem es die Konzentration an FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) im Vergleich zum Sollwert signifikant erhöht, was die Eizellen wiederum schneller altern lässt. Außerdem kann Rauchen Unregelmäßigkeiten im monatlichen Zyklus hervorrufen und zu einer vorzeitigen Einsatz der Wechseljahre führen, da es den Östrogenspiegel auf ein Niveau verringert, welches für Frauen in den Wechseljahren typisch ist. Das gilt vor allem dann, wenn Sie bereits über 35 sind und Ihnen die Zeit davonläuft.
Rauchen verringert zudem die Konzentration von Vitamin C im Blut. Ausreichende Mengen an Antioxidanzien sind erforderlich, um die Qualität der Eizellen zu verbessern. Frauen, die rauchen, haben gewöhnlich sehr viel Cadmium im Blut, ein äußerst schädlicher Mineralstoff, der die Aufnahme von Zink durch den Organismus hemmt. Zink ist wiederum für die Funktion der Fortpflanzungsorgane sehr wichtig.

Ferner wurde mehrfach belegt, dass Rauchen das Risiko einer Fehlgeburt erhöht. Schätzungen besagen, dass Rauchen die Ursache für mehr als 5000 Fehlgeburten pro Jahr ist und dass selbst Frauen, die nur eine Zigarette pro Tag rauchen, ihre Chancen auf eine Schwangerschaft senken und die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt erhöhen.

Auf einen einfachen Nenner gebracht: Je stärker Sie rauchen, desto geringer wird die Chance, dass Sie schwanger werden. Dazu kommt noch, dass Frauen, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, im Vergleich zu Frauen, deren Mütter
Nichtraucherinnen waren, ebenfalls geringere Chancen auf eine Schwangerschaft haben.
Auch passives Rauchen ist gefährlich. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass es die Gefahr einer Fehlgeburt erhöht.

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Und wenn der Mann raucht?

Häufig wird durch Rauchen die Erektionsfähigkeit beeinträchtigt. Rauchen kann sich auch direkt auf die Spermien auswirken, indem es ihre Zahl, Beweglichkeit und Struktur verändert.
Allgemein lässt sich feststellen, dass die Vitamin-C-Konzentration bei Männern mit einer geringeren Spermienzahl und/oder einer geringeren Spermienbeweglichkeit und/oder abnorm geformten Spermien geringer ist als bei Männern mit einem normalen Spermienbefund.
Rauchen wirkt sich zusätzlich auf den Kopf eines Spermiums aus und reduziert seine Eindringbarkeit in die Eizelle. Forscher der Universität Buffalo, USA, beobachteten mehr als zwei Jahre lang Männer, die mehr als 4 Zigaretten pro Tag rauchten, und verglichen sie mit den Werten von Nichtrauchern. Sie bepackten eine der Eizellenumhüllung mit Spermien von Rauchern und die andere Hälfte mit Spermien von Nichtrauchern. Nach einigen Stunden überprüften sie, wie viele Spermien sich fest angeheftet hatten. Dabei fanden sie heraus, dass zwei Drittel der Raucherspermien den Test nicht bestanden hatten. Diese waren um 75 Prozent weniger fruchtbar als diejenigen der Nichtraucher.

Man vermutet, dass Nikotin die Rezeptoren eines Spermiums blockiert und damit ihre Fähigkeit, sich an die Eizelle zu heften, nimmt.
Rauchen kann außerdem die DNA des Spermiums schädigen. Eine Studie, die im British Journal of Cancer veröffentlicht wurde, macht deutlich, dass Raucher Gefahr laufen, Kinder zu zeugen, die Krebs, wie beispielsweise Leukämie und Hirntumoren, entwickeln - selbst wenn ihre Partnerin nicht raucht.
Eine von sieben Krebserkrankungen im Kindesalter kann darauf zurückgeführt werden, dass der Vater Raucher ist. Bereits das konsumieren von 1 - 3 Zigaretten am Tag erhöhen das Risiko um 3 %, 10 - 20 um 31 % und über zwanzig Zigaretten um mehr als 42 %. Unter dem Hintergrund, dass die chemischen Inhaltsstoffe im Tabakrauch die DNA schädigen können, ist es leicht zu verstehen, dass DNA-Veränderungen in den Spermien zu einer Erhöhung der Fehlgeburtenrate führen können.

Rauchen schädigt Ihr Baby!

Ein NoGo: Schwangerschaft & Rauchen

Viele Frauen sagen sich, dass Sie ersteinmal warten wollen, bis es mit der Schwangerschaft soweit ist, bevor sie mit dem Rauchen aufhören. Von einer solchen Vorgehensweise möchten wir Ihnen aus folgenden Gründen dringend abraten:

Meistens sind Sie bereits rund zwei Wochen schwanger sind, ehe Sie überhaupt davon wissen (lediglich durch Zyklusbeobachtung erfahren Sie in einem sehr frühen Stadium von Ihrer Schwangerschaft). Gerade in dieser Zeit können Sie das Ungeborene durch das Rauchen unbewusst schädigen. Tabakrauch enthält mehr als 4000 Substanzen, die direkt ins Blut Ihres ungeborenen Babys gelangen und sich unterschiedlich auf dessen Entwicklung auswirken.
Nicht weniger als 45 wissenschaftliche Studien haben belegt, dass Rauchen einer der Hauptgründe für ein niedriges Geburtsgewicht ist. Zigarettenrauchen verursacht beim Ungeborenen einen Sauerstoffmangel (fötale Hypoxie), der das Risiko einer Frühgeburt und angeborener Fehlbildungen erhöht. Nach der Geburt wird Ihr Baby als erstes mit Entzugserscheinungen konfrontiert.
Bei Schwangeren, die 30 Zigaretten pro Tag rauchen, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt bei 33 Prozent; bei Nichtraucherinnen sind es dagegen nur 6 Prozent.

Wissenschaftliche Studien konnten ferner belegen, dass bei weiblichen wie auch männlichen Rauchern die Wahrscheinlichkeit zunimmt, ein Kind mit allen Formen angeborener Fehlbildungen zu bekommen. Folgende Fehlbildungen treten vermehrt auf: Gaumenspalte, Hasenscharte, Schielen und Gehörlosigkeit.

Auch wenn Sie selbst nicht rauchen, erhöht ein rauchender Partner das Risiko für angeborene Anomalien um das Zweieinhalbfache. Aus der Fülle dieser Erkenntnisse gibt es nur eine Konsequenz: Rauchen ist vor und während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und auch danach absolut tabu!
Wenn Ihr Partner das Rauchen absolut nicht lassen will, sollte er das außerhalb Ihres Wohnraumes tun. Denn er selbst inhaliert lediglich 15 % des Zigarettenrauchs. Der Rest verteilt sich in der Luft und belastet so das Umfeld. Kinder von rauchenden Eltern atmen pro Jahr Nikotinmengen ein, die etwa dem Rauchen von 60 - 150 Zigaretten entsprechen können. Das Resultat ist ein erhöhtes Risiko für Asthma und Infektionen der Atemwegsorgane.

 

Alkohol & Fruchtbarkeit

Ebenso wie Nikotin beeinträchtigt auch Alkohol die Fruchtbarkeit. Forschungen haben ergeben, dass bei Frauen, die viel Alkohol trinken, der Zyklus unregelmäßig ist, Menstruation und Eisprung aussetzen und dass es wesentlich länger dauert, bis sie schwanger werden.

In einer dänischen Studie wurden mehr als 7000 Frauen, die fast fünf Jahre lang erfolglos versuchten, schwanger zu werden, über ihren Alkohol- und Nikotinkonsum und über vorhergehende gynäkologische Probleme befragt. Das Ergebnis war, dass der Alkoholkonsum einen signifikanten Faktor für Unfruchtbarkeit bei Frauen über 30 Jahren darstellte.
In dieser Altersgruppe reduzierte sich für Frauen, die mehr als 7 alkoholische Drinks pro Woche zu sich nahmen, die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft um die Hälfte gegenüber Frauen, die weniger als ein alkoholisches Getränk pro Woche konsumierten.
1998 wurde im British Medical Journal eine Studie veröffentlicht, die Frauen mit Kinderwunsch den Genuss von Alkohol kategorisch untersagte. Bei Frauen, die fünf oder weniger alkoholische Einheiten pro Woche tranken, kamen innerhalb der ersten sechs Monate doppelt so viele Schwangerschaften vor wie bei Frauen mit zehn und mehr Einheiten.

Anscheinend verhindert Alkohol, dass der Gelbkörper eine ausreichende Menge an Progesteron produziert. Dies ist eines der wichtigsten notwendigen Hormone, um eine Schwangerschaft aufrechtzuerhalten.

 

Alkohol & Fruchtbarkeit beim Mann

Nicht nur Sie selbst müssen auf Alkohol verzichten - Ihr Partner sollte es auch tun. Zum einen aus Solidarität zu Ihnen und zum anderen, um die Chancen auf eine Schwangerschaft gemeinschaftlich zu steigern.
Alkohol kann zu Verformungen des Spermienkopfes führen, so dass eine Befruchtung der Eizelle nicht mehr möglich ist.
Außerdem vermindert Alkohol die Konzentration von Hormonen, die für die Spermienbildung benötigt werden. Nach einem Alkoholgelage ist die Anzahl der Spermien bei einem Mann für mehrere Monate drastisch reduziert.

Folgen von Alkohol während der Schwangerschaft

Steigen Sie auf Fruchtsaft um

Zudem ist landläufig bekannt, dass bereits kleine Mengen Alkohol, die eine schwangere Frau trinkt, das Wachstum des
ungeborenen Babys verlangsamen und später zu Verhaltensstörungen und Lernschwierigkeiten führen können.

Während früher der Genuß von geringen Mengen Alkohol von Schwangeren durchaus toleriert wurde, ist heute klar, dass während einer Schwangerschaft komplett auf Alkoholkonsum verzichtet werden sollte.
Eine totale Abstinenz für Schwangere wird seit vielen Jahren in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Frankreich propagiert.

Folgen des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft machen sich erst später beim Kind bemerkbar: Hyperaktivität und Lernschwierigkeiten auf der einen Seite bis hin zu schweren Gehirnschäden und Gehörlosigkeit auf der anderen. Ein voll entwickeltes fetales Alkoholsyndrom (FAS) führt zu Gehirnschäden, Entwicklungsstörungen, verminderter sozialer Interaktion, Kleinwuchs, niedrigem Geburtsgewicht und Fehlbildungen an Herz und Nieren. Daneben gibt es noch eine mildere Form, die man als fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) bezeichnet und die beispielsweise Störungen der Koordination oder das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) zur Folge haben können. Der Intelligenzquotient eines Kindes mit FASD ist unter Umständen verringert.

 

Auch andere Drogen sollten tabu sein

Selbstsprechend ist, dass in der Kinderwunsch-Phase auch alle anderen Drogen für beide Partner unbedingt tabu sein sollten.