Gelbkörperschwäche
Was kann man tun, wenn das Schwanger-werden auf sich warten lässt? Nicht immer reicht eine Umstellung von Lebensgewohnheiten oder eine Gewichtsreduzierung. In einigen Fällen sind es schwerwiegendere Gründe als die falsche Ernährung, die eine Schwangerschaft auf sich warten lassen. Krankheiten oder Hormonstörungen beispielsweise können die weibliche Fruchtbarkeit erheblich beeinträchtigen. Es ist wichtig, die Krankheiten zu erkennen, um sie gezielt behandeln zu können.
Die Gelbkörperschwäche gehört zu den häufigeren Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft. Die Gelbkörperschwäche kann sich durch bestimmte Symptome bemerkbar machen. Falls dies nicht der Fall ist, kann eine Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob diese Erkrankung der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch ist.
Was ist die Gelbkörperschwäche?
Nach dem Eisprung in der zweiten Hälfte des Zyklus entsteht im Eierstock aus den Resten des Ei-Follikels der Gelbkörper, der dann das Gelbkörperhormon Progesteron produziert. Die Temperatur der Frau steigt in dieser Zeit in der Regel um ca. 0,3° an, und bleibt während der Gelbkörperphase erhöht. Das Progesteron bereitet die Schleimhaut der Gebärmutter auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor und schafft gute Bedingungen für eine Schwangerschaft, indem es die Schleimhaut verdickt und besser durchblutet. Während einer Schwangerschaft sorgt Progesteron dafür, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter an den wachsenden Embryo anpasst.
Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, bildet sich der Gelbkörper nach einigen Tagen wieder zurück und die Menstruationsblutung setzt ein.
Eine Gelbkörperschwäche ist eine Funktionsstörung der Eierstöcke und kann Grund einer ungewollten Kinderlosigkeit sein. Sie kann aus einer unzureichenden Follikelreifung entstehen. Dadurch wird zu wenig Progesteron produziert, was die Einnistung der befruchteten Eizelle erschwert. Aufgrund von schlechten hormonellen Bedingungen kann eine Gelbkörperschwäche eine der Ursachen für Fehlgeburten sein.
Bleibt der Eisprung ganz aus (Anovulation), wird kein Gelbkörper gebildet. Dies lässt sich beispielsweise daran erkennen, dass die Temperatur nicht ansteigt.
Symptome und Behandlung
Mögliche Symptome einer Gelbkörperschwäche können eine deutlich kürzere zweite Zyklushälfte oder auch das plötzliche Auftreten einer Schmierblutung sein. Auch mit der Temperaturmethode kann eine mögliche Gelbkörperschwäche erkannt werden, weil der Temperaturanstieg in der Gelbkörperphase eventuell nicht stattfindet. Der cyclotest kann hier hilfreich sein, weil er die Temperatur bei richtiger Anwendung zuverlässig berechnet.
Gewissheit erlangt man jedoch erst durch eine Blutanalyse, die Aufschluss über den Gelbkörperhormonspiegel geben kann.
Bei bestehendem Kinderwunsch kann eine Gelbkörperschwäche auch mit pflanzlichem Mönchspfeffer behandelt werden, bevor zu künstlichen Hormonpräparaten gegriffen wird. Mönchspfeffer regt den Gelbkörper an, vermehrt Progesteron auszuschütten. Die Gebärmutterschleimhaut wird besser aufgebaut und die Bedingungen für eine Schwangerschaft können sich verbessern.



