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Kinderwunsch & Krankheiten

Kinderwunsch-Gesundheitscheck


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Wir empfehlen allen Kinderwunsch Paaren immer einen Gesundheitscheck durchzuführen:

- Impfstatus überprüfen lassen
- Abstrich beim Frauenarzt vornehmen lassen
- auf Brustkrebs oder andere Krebsarten untersuchen lassen
- Krankheitshistorie beider Partner beleuchten
- auf HIV testen lassen

 

Sexuelle übertragene Infektionen können die Ursache für Unfruchtbarkeit sein. Ein Mann, der an einer Geschlechtskrankheit leidet (und es vielleicht gar nicht weiß), setzt nicht nur seine eigene Fruchtbarkeit aufs Spiel, wenn sich z.B. seine Prostata entzündet. Sondern auch die seiner Partnerin, wenn er sie ansteckt. Dasselbe gilt, wenn eine Frau ihren Partner infiziert.

Welche Symptome weisen auf eine Infektion hin?

* Juckreiz, Wunden, Berührungsempfindlichkeit oder Schmerzen in der Scheide
* abnormer Scheidenausfluss, der z.B. ungewöhnlich riecht oder gefärbt ist
* Schmerzen beim Urinieren
* Schmerzen im Unterleib
* Unbehagen beim Geschlechtsverkehr
* Abnorme Blutungen
* Knoten oder Geschwüre im Genitalbereich

Symptome sexuell übertragbarer Krankheiten beim Mann:
* Ausfluss aus dem Penis
* Wunden und Geschwüre im Genitalbereich
* häufiger Harndrang und Schmerzen beim Urinieren
* geschwollene Lymphknoten in der Leistengegend
* Schmerzen in den Hoden oder in der Prostata

Antibiotika & Fruchtbarkeit

Bei der Behandlung einer Infektion eingenommenes Antibiotika, vernichtet nicht nur die schädlichen, sondern auch die nützlichen Bakterien. Das macht Sie anfälliger für Pilzinfektionen (vor allem durch Hefepilze). Deshalb sollten Sie parallel zur Anlibiotikabehandlung drei Monate lang ein gutes probiotisches Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, das verschiedene Stämme nützlicher Bakterien enthält. (Verzichten Sie auf probiotische Getränke, die meist sehr viel Zucker entholten und damit die Pilze geradezu füttern).

Sexuell übertragene Infektionen verlaufen oft heimlich ohne Symptome. Aus diesem Grund ist eine Untersuchung umso wichtiger, damit die Diagnose gestellt und so früh wie möglich mit einer Therapie begonnen werden kann. Abgesehen davon, ist eine Behandlung während der Schwangerschaft nicht nur kompliziert, die Infektion kann auch dem Baby schaden und vorzeitige Wehen auslösen.

Candida & Fruchtbarkeit

Obwohl es sich um keine sexuell übertragbare Erkrankung handelt, beeinträchtigen Infektionen mit Candida das Zervixschleimmuster erheblich. Man spricht von einem Scheidenpilz. Die Scheide brennt und juckt unangenehm und/oder der Ausfluss beginnt zu riechen. Gehen Sie zum Arzt – nicht nur wegen des Juckreizes, sondern weil es auch schwieriger werden kann, schwanger zu werden, wenn man einen Scheidenpilz hat. Scheidenpilze, auch als Hefepilz-Infektion bezeichnet, könnte auftreten, wenn der in unserem Körper natürlich vorkommende Hefepilz (Candida albican) überhandnimmt. Zu einem ungesunden Wachstum von Candida albricans kann es kommen, wenn Sie sich sehr ungesund und sehr zuckerhaltig ernähren. Stellen Sie Ihre Ernährung um! Essen Sie gesünder und lassen raffinierten Zucker so weit wie möglich weg. Setzen Sie "lebendigen" Joghurt (Lacatobacillus acidophilus) auf Ihren Speiseplan – er hilft, die natürliche Balance der Darmflora wiederherzustellen.

Diese Pilzinfektion kann dadurch eine Schwangerschaft verhindern, dass sie Ihnen die Lust auf Geschlechtsverkehr nimmt, da der Sex einfach zu schmerzhaft ist. Außerdem kann sie das Scheidenmilieu verändern und für Spermien abweisend machen. Es ist wichtig, dass Sie eine mögliche Infektion vor oder während einer Schwangerschaft abklären lassen, denn das Baby kann sich während der Entbindung auf seinem Weg durch den Geburtskanal mit den Hefepilzen infizieren. Beim Baby verursacht Candida albicans Windeldermatitis und Mundsoor, was häufig Probleme beim Stillen nach sich zieht. Soor kommt während der Schwangerschaft ziemlich häufig vor: Etwa eine von vier Frauen ist betroffen, denn die vaginalen Absonderungen einer Schwangeren begünstigen das Wachstum der Pilze. Beim Mann kann die Candidose zu Juckreiz oder Schmerzen am Penis führen.

Gegen die Pilzinfektion werden für gewöhnlich Antimykotika eingesetzt, die gute Wirkung zeigen und auch in der Zeit vor der Schwangerschaft unbedenklich sind. Noch besser ist es jedoch, wenn Sie die Infektion auf natürliche Weise bekämpfen. Dafür sind probiotische Nahrungsergänzungsmittel gut geeignet, die Bakterien der Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium enthalten. Ein anderes natürliches Antipilzmittel ist Knoblauch; nehmen Sie am besten gut abgelagerte Zehen als Nahrungsergänzung. Um weiteren Pilzinfektionen vorzubeugen, sollten Sie keine engen Jeans tragen und synthetische Unterwäsche oder unnötige Slipeinlagen vermeiden. Bei den Waschgängen in modernen Niedrigtemperaturmaschinen werden die Sporen von Candida albicans nicht vollständig abgetötet, so dass Sie sich durch Ihre eigene Unterwäsche reinfizieren können. Deshalb sollten Sie die Zwickel Ihrer Unterwäsche heiß bügeln oder einen heißeren Waschgang einstellen. Oder Sie fügen dem Spülgang ein Wäschedesinfektionsmittel zu.
Außerdem ist es sinnvoll, Nahrungsmittel mit einem hohen Zuckergehalt zu vermeiden, wie beispielsweise Süßigkeiten, Kuchen, verarbeitete Lebensmittel, Limonaden und Alkohol.

Chlamydien & Fruchtbarkeit

Chlamydien gehören zu den häufigsten Verursachern von Geschlechtskrankheiten, und eine Infektion verläuft gerade bei Frauen meist symptomlos. Schätzungsweise 10 bis 40 Prozent aller unbehandelten Frauen entwickeln eine Unterleibsentzündung.

Chlamydien werden häufig als tickende Zeitbombe für die Fruchtbarkeit beschrieben. Es handelt sich um eine bakterielle Infektion, die bei Frauen, die sich im Vorfeld oder während einer Schwangerschaft angesteckt haben, Probleme verursachen kann. D

Das Royal College of Physicians schätzt, dass die Chlamydien-Infektion die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung ist und die weltweit am meisten verbreitete Ursache für eine entzündliche Beckenerkrankung ist.Chlamydien kommen am häufigsten in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen vor. Am beunruhigendsten daran ist: Mehr als 75 Prozent der Frauen wissen gar nicht, dass sie mit Chlamydien infiziert sind, denn es gibt keine augenfälligen Symptome; lediglich eine Minderheit berichtet über Brennen beim Wasserlassen und vaginalen Ausfluss. Bei Männern können Chlamydien Symptome einer Urethritis (Entzündung der Harnröhre) hervorrufen, wie zum Beispiel ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen.

Inwischen gibt es Testverfahren, die es Ihnen ermöglichen diskret Zuhause eine Infektion mit Chlamydien mit Hilfe von einem Chlamydien Heimtest zu ermitteln.

Wird die Infektion nicht behandelt, können die Chlamydien in die höher liegenden Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke) vordringen und eine entzündliche Beckenerkrankung hervorrufen oder eine Bauchhöhlenschwangerschaft verursachen. Außerdem können sie eine Entzündung des Gebärmutterhalses auslösen, was zu einer zeitlich begrenzten Unfruchtbarkeit führt, weil die Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigt ist.
Mehr als 10 % der Schwangeren sind mit Chlamydien infiziert. Ohne Behandlung müssen sie sich mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten und für einen frühzeitigen Sprung der Fruchtwasserblase (die das Ungeborene umgibt) auseinandersetzen. Eine Studie des National Institute of Child Health and Human Development kommt zu dem Ergebnis, dass Schwangere, die mit Chlamydien infiziert sind, ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Frühgeburten haben. Beim Mann kann die Chlamydien-Infektion auf die Hoden und die Nebenhoden übergehen und die Qualität der Spermien stark vermindern. Man schätzt, dass einer von zehn Männern betroffen ist, wobei nicht nur Qualität und Quantität der Spermien beeinträchtigt sind, sondern auch die Spermien-DNA. Dadurch wird es für das Spermium schwierig, die Eizelle zu befruchten. Außerdem kann der Mann die Chlamydien auf seine Partnerin übertragen, ohne zu wissen, dass er infiziert ist.

Gonorrhö & Fruchtbarkeit

Gonorrhö – der sogenannte "Tripper" - ist hoch ansteckend.
Ungeschützter Verkehr mit einer infizierten Person führt zu 90 Prozent zu einer Ansteckung! Doppelt so viele Männer wie Frauen sind damit infiziert. Auch diese bakterielle Infektion verläuft oft ganz ohne Symptome. Sie kann zu unangenehmen vaginalem Ausfluss führen sowie Unterleibschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen verursachen. Unbehandelt, kommt es oft zu einer Unterleibsentzündung. Die Eileiter verkleben. In diesem Fall ist die Fruchtbarkeit beeinträchtigt und auch das Risiko einer Bauchhöhlenschwangerschaft erhöht. Bei Männern können Ausfluss, Schmerzen beim Wasserlassen und hohes Fieber auftreten.

Behandlung: Die Gonorrhöe wird mit Antibiotika behandelt. Obwohl sie zu den Geschlechtskrankheiten gehört, die immer seltener werden, sollten Sie sich und Ihren Partner daraufhin untersuchen und falls nötig behandelt lassen.